Schon lange ist das Thema der Kreislaufwirtschaft dem reinen Nachhaltigkeitsgedanken entwachsen und ist heute ein fester Bestandteil einer jeden Wirtschaftlichkeits-betrachtung eines Unternehmens. Die letzten Jahre haben eindrücklich gezeigt, dass das Thema Ressourcensicherheit in Europa zu einem zentralen Punkt der Produktions-sicherheit wie auch der Kostenstabilität geworden ist. Aus diesem Grund gibt es einige gesetzliche Vorgaben wie auch Markt- und Kundenvorgaben, die heute den verbindlichen Einsatz von Rezyklaten fordern.
Des Weiteren wird ein besonderes Augenmerk auf die vorausschauende Entwicklung bezüglich des sparsamen Ressourceneinsatzes und der Recyclingfähigkeit der eingesetzten Materialien gelegt. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, sind sowohl weitreichende Prozessanpassungen im Unternehmen, als auch neue Technologien zur Bewertung der Kreislauffähigkeit von Produkten notwendig. Nur wenn ein Produkt bereits in der Entstehungsphase gemäß den Vorgaben der nachhaltigen Produktgestaltung entwickelt wird, ist es möglich, nachfolgend kreislauffähige Produkte zur Verfügung zu stellen.
Wie kann Sie tec4U-Solutions dabei unterstützen?
1. Status- & Potentialanalyse zur Ermittlung des Unternehmensstatus
Beschreibung der direkten und indirekten Vorgaben-Situation (Gesetze, Normen, Marktvorgaben beziehungsweise Kundenvorgaben)
Generelle Beschreibung der stofflichen und konstruktiven Möglichkeiten der hergestellten Produkte zur Verbesserung der Kreislauffähigkeit
Erstellung eines Maßnahmenplans zur Reduktion von Emissionen
Ergebnis dieser Status- und Potentialanalyse (Workshop mit den betroffenen Bereichen) ist ein Abschlussbericht, in welchem die Vorgaben an den möglichen Umsetzungsparametern gespiegelt werden. Zusätzlich enthält der Bericht Umsetzungsempfehlungen, inklusive eines Zeit- und Ressourcenplans, um daraus Veränderungen und Anpassungen ableiten zu können.
2. Umsetzungsbegleitung in Einkauf, Entwicklung und Produktion:
Innerhalb der Umsetzungsbegleitung gilt es, in mehreren Bereichen, wie z. B. Einkauf, Entwicklung, Produktion etc., den unterschiedlichen Aspekten der Kreislaufwirtschaft Rechnung zu tragen, wie auch diese ganzheitlich in die Unternehmensprozesse zu integrieren.
Der Entwicklung wird im Bereich der Kreislauffähigkeit von Produkten eine sehr große Rolle beigemessen. Der Entwickler ist dafür verantwortlich, dass möglichst umfangreich alle Voraussetzungen für eine nachhaltige Produktion, Nutzung und Verwertung des Produktes berücksichtigt werden. Hierzu benötigt der Entwickler umfangreiches und – oftmals neues – Wissen, wie auch entsprechende Werkezuge, um die Vorgabenkonformität des Produktes mit den unterschiedlichsten Vorgaben abzugleichen:
- Schulung zur kreislaufwirtschaftsoptimierten Produktgestaltung
- Begleitung von Verbesserungsmaßnahmen (Verbindungstechnologien, Stoffauswahl, Gesamtkonzeption, …)
- Software und Services zur Sicherstellung der Material Compliance (siehe DataCross)
- Software zur Bewertung der Demontage- und Verwertungsfähigkeit der Produkte, inklusive der Erstellung von Kreislaufindikatoren (siehe Eco Value Hub)
- Integration dieser Ergebnisse in Unternehmensberichte (z.B. Nachhaltigkeitsbericht)
Der Einkauf hat eine ebenso große Rolle im gesamten Spektrum der Kreislauffähigkeit beziehungsweise Nachhaltigkeit von Produkten, denn letztendlich trifft der Einkauf die Entscheidung, welche Artikel, Werkstoffe und Substanzen zur Produktion des End-Produktes beschafft werden. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, sowohl die Einkaufsprozesse wie auch die Einkaufsvorgaben entsprechend anzupassen, um Konformität zu erlangen:
- Erstellung einer Material Compliance Spezifikation wie auch einer Spezifikation zur Umsetzung der Kreislauffähigkeit im Produkt, welche als Anlage zu den Einkaufsdokumenten, sowie verlinkt in den Bestellungen, die Einhaltung der Vorgaben rechtsverbindlich an den Lieferanten kommunizieren.
- Schulung des Einkaufs bezüglich der unterschiedlichsten Produktmerkmale im Kontext der kreislauffähigen Produktgestaltung beziehungsweise der Kreislauffähigkeit von Produkten
Innerhalb der Produktion werden die in der Entwicklung definierten Teilprodukte, in einen konstruktiven Zusammenhang, in Form des Gesamtproduktes gebracht, Dies bedingt, dass die Produktion einen entscheidenden Einfluss auf die Montagefähigkeit und damit auch auf die Demontagefähigkeit/Kreislauffähigkeit des Gesamtproduktes hat. Aus diesem Grunde es ist erforderlich, auch innerhalb der Produktion eine entsprechende Sensibilisierung zu diesem Thema darzustellen wie auch den Montageprozess im Hinblick auf die Demontierbarkeit des Produktes zu optimieren:
- Analyse des Produktionsprozesses bezüglich der zur Montage notwendigen Befestigungstechnologien, wie aber auch der Erreichbarkeit und der Montierbarkeit von bestimmten Teilprodukten.
- Erstellen eines Konzeptes zur Demontagefreundlichen Produktion beziehungsweise Verbindungs-Technologien.
- Schulung der Produktion bezüglich der allgemeinen Vorgaben der demontagefreundlichen Produktgestaltung, mit besonderem Fokus auf Verbindungstechnologien und Erreichbarkeiten von Teilprodukten. Diese Schulung knüpft an den vorangegangenen Punkten und den daraus gewonnenen Erfahrungen.
- Demontage von Endprodukten zur ganzheitlichen Betrachtung der Kreislauffähigkeit (Demontagefreundlichkeit) der Produkte (siehe auch Eco Value Hub)
3. Implementierung der Kreislaufwirtschaft in die Unternehmensprozesse
Die Vorgaben, wie auch die notwendige Berücksichtigung dieser in den Unternehmensprozessen, wie auch den begleitenden Dokumenten, erfordert eine ganzheitliche Betrachtung der Unternehmensprozesse. Hierbei gilt es, die Anforderungen sowohl in den Bereichen Vertrieb, Entwicklung, Einkauf und Produktion ganzheitlich zu formulieren wie auch durch Prozess – wie auch Dokumentenanpassungen zu optimieren:
Sensibilisierungsworkshop für alle Bereiche zur generellen Vermittlung der Vorgaben zur Entwicklung und Produktion von kreislauffähigen Produkten
Einzelworkshops mit den betroffenen Bereichen zur Integration der Spezifikation zur Entwicklung und Produktion von kreislauffähigen Produkten in die einzelnen spezifischen Unternehmensprozesse
Erarbeitung von Prozessanpassungen in den einzelnen Bereichen sowohl bezüglich der Integration der erweiterten Vorgaben in dem Prozess als auch in die begleitenden Dokumente
Abschlussveranstaltung mit allen Beteiligen zur Präsentation der definierten Prozessanpassungen sowie Dokumentenänderungen