Erweiterung der SVHC-Kandidatenliste um vier weitere Substanzen
Die ECHA hat zum 16. Januar 2020 vier neue besorgniserregende Stoffe auf die Kandidatenliste gesetzt. Diese enthält somit 205 Substanzen. Unmittelbar nach Aufnahme eines Stoffes in die offizielle SVHC-Kandidatenliste beginnt die Kommunikationsverpflichtung nach Artikel 33 der REACH-Verordnung.

SCIP-Datenbank der ECHA
Ab dem 05.01.2021 müssen Hersteller, Importeure und Lieferanten von Erzeugnissen, die einen SVHC -Kandidaten größer als 0,1 % enthalten, diese Informationen in die SCIP-Datenbank eintragen. Detaillierte Informationen finden Sie unter folgendem Link zur SCIP Datenbank.

REACH Anhang XIV
Aktuell empfiehlt die ECHA die Aufnahme von 18 weiteren Substanzen in den Anhang XIV der REACH-Verordnung. Mit Aufnahme in Anhang XIV beginnt für den Stoff der Zeitstrahl an dessen Ende eine Zulassungspflicht für den weiteren Einsatz in der EU besteht.

RoHS-Richtlinie
Das Öko-Institut und Fraunhofer IZM verfassen eine Studie über folgende sieben Subtanzen/Substanzgruppen zur möglichen Aufnahme in Anhang II der RoHS-Richtlinie. Dabei handelt es sich um:

  1. Cobalt (II)-chlorid (CAS: 7646-79-9) und Cobalt-sulfat (CAS 10124-43-3)
  2. Nickel Salze
  3. Beryllium (CAS: 7440-41-7)
  4. Indiumphosphid (CAS: 22398-80-7)
  5. Mittelkettige Chlorparaffine (MCCP)
  6. Tetrabrombiphenol A (CAS: 79-94-7)
  7. Antimon (III)-oxid (CAS: 1309-64-4)

Für die ersten vier Stoffe und Stoffgruppen wird eine Aufnahme in den Anhang II nicht empfohlen. Für den Stoff Indiumphosphid zum Beispiel war die verwendete Menge in der EU mit weniger als 100 kg in Elektrogeräten und der Mangel an unschädlicheren Alternativen für die Nichtempfehlung ausschlaggebend.

Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU)
Ab dem 01.03.2020 benötigen elektrotechnische Produkte, welche in der EAWU vermarktet werden, eine der Zollerklärung beigelegte Konformitätsbestätigung. Mit diesem Dokument wird die Einhaltung der EAWU TR 037/2016 (Gesetzgebung ähnlich der EU-RoHS) bestätigt. Es existiert eine Liste von elektronischen Produkten, für welche die EAWU TR 037/2016 anzuwenden ist. Diese beinhaltet Produkte wie Elektrowerkzeuge, Haushaltsgeräte, IT-Geräte und weitere.

Neues Portal zu Konfliktmineralien
Am 20.11.2019 hat die EU-Kommission ein neues Portal namens „Due Diligence Ready“ lanciert, das Unternehmen bei der Erfüllung der EU-Konfliktmineralienverordnung folgendermaßen unterstützen soll:

  • Bessere Erfüllung ihrer Sorgfaltspflicht bei der Beschaffung von Mineralen
  • Erleichterung der Einhaltung der EU-Verordnung zur verantwortungsvollen Beschaffung von Mineralen
  • Reaktion auf die wachsende Marktnachfrage nach verantwortungsvoll abgebauten Mineralen

Das Portal enthält detaillierte Informationen, Checklisten, Vorlagen, Schulungsmaterial sowie Kontaktlisten zu den zuständigen Behörden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Markus Glauben
E-Mail: m.glauben@tec4u-solutions.com