Mit dem Inkrafttreten des lokalen Standards „Water Pollutant Discharge Standard for Chemical Industrial Parks in Sichuan Province (DB51/3202—2024)” am 1. Juli 2025 wurden in der chinesischen Provinz Sichuan erstmals konkrete Einleitungsgrenzwerte für die PFAS-Verbindungen Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) festgelegt. Damit stellt die Regelung einen bedeutenden Fortschritt bei der Regulierung sogenannter „neuer Schadstoffe“ dar.

Das Stockholmer Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe (POPs) ist ein internationales Abkommen, das seit 2004 den Schutz von Mensch und Umwelt vor langlebigen, bioakkumulierenden Chemikalien zum Ziel hat. Die Volksrepublik China ist Vertragspartei des Übereinkommens und setzt dessen Anforderungen schrittweise in nationales Recht um. Die Umsetzung erfolgt durch:

• Einschränkungen bei Produktion und Verwendung (z. B. nur noch für bestimmte industrielle Anwendungen)
• Einführung von Umweltstandards und Grenzwerten, wie die neuen Regelungen in Sichuan
• Stärkere Überwachung von Emissionen und Industrieprozessen

Stoffe wie PFOS und PFOA wurden bereits in nationale gesetzliche Regularien aufgenommen und unterliegen inzwischen Verboten bzw. strengen Beschränkungen hinsichtlich Produktion, Verwendung sowie Import und Export. Die Festlegung konkreter Einleitungsgrenzwerte für PFOA und PFOS in Sichuan stellt einen bedeutenden Schritt in der Weiterentwicklung der chinesischen Umweltregulierung dar. Erstmals werden diese langlebigen Schadstoffe systematisch in regionale Emissionsstandards integriert. Zugleich wird deutlich, dass China die Anforderungen des Stockholmer Übereinkommens verstärkt in praktische Maßnahmen auf nationaler und regionaler Ebene umsetzt – insbesondere durch Nutzungseinschränkungen, Grenzwertfestlegungen und eine intensivere Überwachung von Umweltbelastungen.

Unser DataCross-Modul zur POP-Verordnung deckt alle Anforderungen des Stockholmer Übereinkommens ab, inklusive aktueller Entwicklungen wie dem neuen Standard „Water Pollutant Discharge Standard for Chemical Industrial Parks in Sichuan Province (DB51/3202—2024)“.

Es schützt gezielt Umwelt und Gesundheit vor persistenten organischen Schadstoffen, also Chemikalien, die langlebig, bioakkumulativ, toxisch und global mobil sind. Das Modul umfasst aktuell 30 bis 35 relevante Einzelstoffe und Stoffgruppen und bietet einen klaren Fahrplan, um regulatorische Anforderungen lückenlos umzusetzen. Verstöße gegen POP-Regelungen können erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen, wie Vertriebsverbote, Produktrückrufe, Marktüberwachung oder Bußgelder.

Mit unserem Modul verwandeln Sie regulatorische Anforderungen in einen strategischen Vorteil, erfüllen Vorschriften und positionieren Ihr Unternehmen als verantwortungsbewussten, zukunftssicheren Marktteilnehmer.

Wir beraten Sie gerne, wie Sie die Umsetzung der POP-Verordnung effizient gestalten, Risiken minimieren und gleichzeitig operative und wirtschaftliche Vorteile erzielen.

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Markus Glauben

Markus Glauben, Dipl-Ing. (FH)

Markus Glauben ist Leiter der Abteilung Material Compliance Legal bei tec4U-Solutions GmbH, einem Anbieter von digitalen Nachhaltigkeitslösungen. Seit 2003 unterstützt der Ingenieur Industrie und Handel als Experte bei der Umsetzung von Material Compliance Vorgaben. Seine Spezialgebiete sind produktbezogene Materialbeschränkungen sowie Compliance-Prüfungen. Er ist Dozent der TÜV-Kurse „Material Compliance Beauftragter“ und „Material Compliance Fachkraft“, hält Fachvorträge und erstellt Fachbeiträge für Branchenmagazine.