How to: Auswahl einer adäquaten Softwarelösung zur Materialdatenkommunikation gemäß REACH, RoHS, PPWR. PFAS oder EUDR
Immer mehr Unternehmen stehen vor der Herausforderung, aus der Vielzahl am Markt verfügbarer Materialdaten-Kommunikationsplattformen die für ihre Anforderungen geeignete Lösung auszuwählen. Damit eine fundierte Entscheidung getroffen werden kann, ist es zunächst erforderlich, die Anforderungen an eine solche Plattform klar zu definieren und zu verstehen, welche Aufgaben sie im Rahmen der Material bzw. Produkt Compliance tatsächlich erfüllen muss.
Im Gegensatz zu klassischen Lieferantenportalen, die in erster Linie der Einholung von Angeboten oder der Durchführung von Ausschreibungen dienen, verfolgt eine Materialdaten-Kommunikationsplattform einen grundlegend anderen Ansatz. Im Mittelpunkt steht nicht der Kommunikationsprozess selbst, sondern die Qualität und Belastbarkeit des erzielten Ergebnisses. Die vom Lieferanten bereitgestellten Materialdaten bilden die Grundlage für die rechtliche Bewertung eines Produktes. Erst auf Basis dieser Informationen kann festgestellt werden, ob ein Produkt die gesetzlichen sowie kundenspezifischen Anforderungen erfüllt und somit rechtskonform in Verkehr gebracht werden darf.
Hieraus ergibt sich eine besondere Verantwortung der Kommunikationsplattform. Die zugrunde liegende Systemlogik übernimmt eine Garantenfunktion, indem sie Unternehmen dabei unterstützt, Haftungsrisiken zu minimieren und im Schadensfall eine belastbare Dokumentationsgrundlage bereitzustellen. Nur wenn die erhobenen Daten rechtssicher dokumentiert, nachvollziehbar validiert und dauerhaft archiviert werden, kann im Haftungsfall nachgewiesen werden, dass das Unternehmen seinen gesetzlichen Sorgfaltspflichten nachgekommen ist. Dies ist zugleich eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Unternehmens- oder Produkthaftpflichtversicherungen im Schadensfall ihre Leistungspflicht anerkennen.
Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, dass sowohl die Kommunikationsprozesse als auch die hinterlegten Regelwerke jederzeit dem aktuellen Stand, der geltenden Rechtsprechung sowie dem Stand der Technik entsprechen. Ebenso wichtig ist eine kontinuierliche Pflege und Aktualisierung dieser Inhalte. Bereits an dieser Stelle zeigt sich ein wesentliches Differenzierungsmerkmal der am Markt verfügbaren Systeme. Nur sehr wenige Anbieter verfügen über die notwendige fachliche Kompetenz und organisatorische Infrastruktur, um die vollständige rechtliche Komplexität abzubilden, sämtliche relevanten Regelwerke aktuell zu halten und gleichzeitig den Stand der Technik dauerhaft sicherzustellen, so wie die Material Compliance Lösung DataCross von tec4U-Solutions.
Sicherstellung des Stands der Technik: Die DIN EN IEC 63000
Ein besonders wichtiges Beispiel hierfür ist die IEC 63000. Diese Norm beschreibt als Umsetzungsstandard für die Anforderungen der RoHS-Richtlinie detailliert, welche organisatorischen und prozesseitigen Voraussetzungen Unternehmen schaffen müssen, um ihre Material-Compliance-Prozesse rechtskonform umzusetzen. Die IEC 63000 fordert nicht nur die strukturierte Erhebung von Materialdaten, sondern insbesondere auch deren Validierung. Genau dieser Validierungsschritt wird jedoch von vielen Marktteilnehmern nicht oder nur unzureichend umgesetzt. Grundsätzlich bestehen hierfür zwei Möglichkeiten. Einerseits kann jeder einzelne Datensatz individuell geprüft werden. Dieses Vorgehen wäre zwar fachlich sinnvoll, ist jedoch aufgrund des enormen Aufwandes wirtschaftlich kaum realisierbar. Andererseits kann die Validierung über ein systematisches Qualitätsaudit erfolgen. Dabei wird überprüft, ob der Lieferant über geeignete Prozesse, Verantwortlichkeiten und Ressourcen verfügt, um regelwerksbezogene Materialdaten dauerhaft in der erforderlichen Qualität bereitzustellen. Dieses Verfahren entspricht dem Qualitätsgedanken etablierter Managementsysteme und stellt den wirtschaftlich sinnvollen Ansatz dar.
Ein Blick auf die derzeit verfügbaren Kommunikationsplattformen zeigt jedoch, dass außer tec4U-Solutions mit DataCross nur sehr wenige Anbieter diese zentrale Anforderung der IEC 63000 tatsächlich erfüllen. Dabei ist gerade dieser Aspekt im Haftungsfall von erheblicher Bedeutung. Kommt es zu einem Produktschaden oder einer behördlichen Prüfung, wird regelmäßig untersucht, ob das Unternehmen den allgemein anerkannten Stand der Technik eingehalten hat. Fehlt der in der IEC 63000 geforderte Validierungsprozess, kann dies als Organisationsverschulden gewertet werden. Die Folge kann sein, dass Unternehmens- oder Produkthaftpflichtversicherungen ihre Eintrittspflicht verweigern und das Unternehmen den entstandenen Schaden selbst tragen muss.
Nachvollziehbarkeit, Historisierung und rechtssichere Dokumentation
Ein weiterer wichtiger Aspekt, der bei der Auswahl einer Materialdaten-Kommunikationsplattform kritisch hinterfragt werden sollte, ist die Dokumentation sämtlicher Datenflüsse sowie die vollständige Abbildung der Kommunikationshistorie. In vielen am Markt verfügbaren Systemen ist weder nachvollziehbar, wer zu welchem Zeitpunkt Änderungen an Daten vorgenommen hat, noch welche Auswirkungen diese Änderungen auf die Gesamtbewertung eines Produktes hatten. Ebenso selten findet sich eine lückenlose Historisierung aller Kommunikations- und Bearbeitungsschritte, obwohl gerade diese im Haftungsfall die Grundlage für eine gerichtsfeste Dokumentation bildet.
Unternehmen sollten daher genau prüfen, welche Möglichkeiten ein System zur revisionssicheren Dokumentation bietet. Während einige Anbieter lediglich eine eingeschränkte Änderungsverfolgung ermöglichen, gehen andere inzwischen sogar dazu über, den Export vorhandener Daten und Dokumente aus ihren Systemen erheblich zu erschweren oder nahezu unmöglich zu machen. Dies betrifft insbesondere Unternehmen, die ihre bestehende Kommunikationsplattform verlassen und auf ein leistungsfähigeres oder fachlich besser geeignetes System wechseln möchten.
Die Erfahrungen zahlreicher Unternehmen zeigen, dass beim Wechsel des Plattformanbieters häufig erhebliche Schwierigkeiten auftreten. Nicht selten werden vollständige Historien, Dokumentationen oder Kommunikationsverläufe nur unvollständig oder gar nicht zur Verfügung gestellt. Damit gehen jedoch wesentliche Nachweise verloren, die im Haftungsfall von entscheidender Bedeutung sein können.
Besonders kritisch wird dies, wenn sich ein Schadensfall auf bereits abgeschlossene Kommunikationsprozesse bezieht. Fehlt die vollständige Dokumentation der damaligen Kommunikation oder können die zugrunde liegenden Materialdaten nicht mehr nachvollzogen werden, ist es oftmals unmöglich nachzuweisen, dass die Ursache eines Fehlers nicht im Verantwortungsbereich des Unternehmens, sondern in fehlerhaften oder unvollständigen Angaben des Lieferanten lag. Genau diese Beweissicherheit ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil eines rechtssicheren Material-Compliance-Prozesses und daher Fundament der DataCross-Plattform.
Bereits diese drei Beispiele verdeutlichen, welche originäre Aufgabe eine Materialdaten-Kommunikationsplattform tatsächlich erfüllt. Ihr Zweck besteht nicht allein darin, Informationen zwischen Kunde und Lieferant auszutauschen. Vielmehr dient sie der nachhaltigen Sicherstellung der Rechtsposition des Unternehmens – sowohl gegenüber Lieferanten als auch gegenüber Kunden und Vollzugsbehörden. Die hierfür erforderlichen systemseitigen Funktionen sind keine Komfortmerkmale, sondern elementare Kernanforderungen einer professionellen Softwarelösung wie DataCross. Ohne diese Voraussetzungen kann eine Materialdaten-Kommunikationsplattform ihre eigentliche Aufgabe als rechtsbasiertes Kommunikationssystem nicht erfüllen.
Der Kommunikationsprozess als entscheidender Erfolgsfaktor
Ein weiteres, oftmals unterschätztes Differenzierungsmerkmal liegt im eigentlichen Kommunikationsprozess der Plattform – insbesondere in dessen Nutzerfreundlichkeit. Diese muss sich nicht nur auf die Mitarbeiter des Kundenunternehmens beziehen, sondern vor allem auch auf die Lieferanten, denn sie sind diejenigen, die letztlich die erforderlichen Materialdaten bereitstellen.
Viele Systeme, insbesondere die der großen internationalen Anbieter, verfolgen einen eher starren Ansatz. Der Kommunikationsprozess basiert häufig darauf, dass Lieferanten aufgrund der Marktmacht des Kunden zur Nutzung der jeweiligen Plattform verpflichtet werden. Im Vordergrund steht dabei weniger eine partnerschaftliche Zusammenarbeit als vielmehr die möglichst standardisierte und lineare Abwicklung eines Materialdatenprozesses mit geringem Individualisierungsgrad.
Genau hierin liegt jedoch ein grundlegendes Problem. Lieferanten unterscheiden sich erheblich hinsichtlich ihrer Unternehmensgröße, ihrer organisatorischen Strukturen, ihrer technischen Möglichkeiten und ihrer Bedeutung für den jeweiligen Kunden. Ein einheitlicher Kommunikationsansatz wird diesen unterschiedlichen Rahmenbedingungen nicht gerecht.
Gerade in Zeiten zunehmender Lieferengpässe und steigender Qualitätsanforderungen sind Unternehmen auf leistungsfähige und verlässliche Lieferanten angewiesen. Umso wichtiger ist es, diese Partner nicht durch komplizierte oder unflexible Prozesse zusätzlich zu belasten. Eine moderne Materialdaten-Kommunikationsplattform muss daher den Lieferanten aktiv unterstützen und ihm die Datenbereitstellung so einfach wie möglich machen.
Aus diesem Grund stellt tec4U-Solutions mit dem Tool DataCross einen partnerschaftlichen Ansatz sowohl über die Kommunikationssoftware, aber auch über die persönliche Ansprache des Lieferanten sicher. Lieferanten werden hierbei auf Augenhöhe in den Kommunikationsprozess eingebunden und erhalten verschiedene Möglichkeiten, Materialdaten mit minimalem Aufwand bereitzustellen. Neben der direkten Dateneingabe innerhalb der Anwendung ist es dabei erforderlich, auch standardisierte Vorlagen (Templates) zur Verfügung zu stellen, die außerhalb des Systems bearbeitet und anschließend wieder importiert werden können.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil in diesem Vorgehen besteht darin, dass Lieferanten bereits einmal eingegebene Daten dauerhaft für ihre eigenen Zwecke nutzen können. Sie sind somit nicht gezwungen, identische Informationen für jeden Kunden erneut zu erfassen. Stattdessen können vorhandene Datensätze exportiert und für weitere Geschäftspartner wiederverwendet werden. Dies reduziert den Bearbeitungsaufwand erheblich und steigert gleichzeitig die Akzeptanz der Plattform.
Ein besonderes Beispiel hierfür ist die Funktion „Publizieren“ in DataCross. Sie ermöglicht es dem Lieferanten, bereits bereitgestellte Materialdaten auf Basis der UE-Nummer zu veröffentlichen. Fragt anschließend ein weiterer Kunde denselben Artikel an und wurde dieser durch den Lieferanten entsprechend freigegeben, können die vorhandenen Informationen unmittelbar aus der Kommunikationsplattform übernommen werden. Eine erneute Datenerfassung entfällt dabei vollständig.
Gerade diese konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Lieferanten wird von kaum einem anderen Systemanbieter umgesetzt und stellt eines der größten Differenzierungsmerkmale innerhalb der Anbieterlandschaft von Material Compliance Kommunikationsplattformen dar. Die DataCross-Plattform integriert dabei die Anforderungen der Lieferanten in einem weitreichenden Umfang und schafft dadurch einen echten Mehrwert für alle Beteiligten. Das Ergebnis sind deutlich höhere Datenqualität, schnellere Kommunikationsprozesse sowie eine außergewöhnlich hohe Akzeptanz innerhalb der Lieferantenstruktur.
Datenhoheit und Datenbesitz – ein häufig unterschätztes Risiko
Bereits im Zusammenhang mit der Dokumentation und Historisierung wurde das Thema Datenhoheit angesprochen. Es stellt jedoch einen so wesentlichen Aspekt bei der Auswahl einer Materialdaten-Kommunikationsplattform dar, dass es einer gesonderten Betrachtung bedarf.
Wie bereits erläutert, erschweren einige Marktteilnehmer ihren Kunden den Wechsel auf andere Systeme erheblich, indem sie den Export der im System gespeicherten Daten und Dokumente nur eingeschränkt oder gar nicht ermöglichen. Dieses Verhalten wirft jedoch nicht nur Fragen hinsichtlich der Kundenorientierung auf, sondern auch im Hinblick auf den grundsätzlichen Umgang mit den im System hinterlegten Informationen.
Noch kritischer ist die Praxis einiger Anbieter, die in ihren Plattformen gespeicherten Daten für weitere Zwecke zu nutzen oder Dritten zur Verfügung zu stellen, obwohl hierfür keine ausdrückliche Freigabe durch den jeweiligen Dateninhaber – also Lieferant oder Kunde – vorliegt. Eine solche Vorgehensweise kann sowohl gegen vertragliche Vereinbarungen als auch gegen urheberrechtliche Bestimmungen verstoßen und erhebliche haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Unternehmen sollten deshalb bereits bei der Auswahl einer Kommunikationsplattform genau prüfen, welche Regelungen der Anbieter hinsichtlich Datenhoheit, Datennutzung und Datenweitergabe getroffen hat. Entscheidend ist, dass sämtliche Materialdaten ausschließlich im Auftrag und Interesse des jeweiligen Dateninhabers verarbeitet werden und eine Nutzung über den eigentlichen Kommunikationszweck hinaus – soweit nicht ausdrücklich vom Dateninhaber gestattet – ausgeschlossen ist. Ebenso wichtig ist die jederzeitige Möglichkeit, sämtliche eigenen Daten einschließlich der zugehörigen Dokumentationen vollständig und in einem nutzbaren Format exportieren zu können. Nur so bleibt die Datenhoheit dauerhaft beim Unternehmen und ein späterer Systemwechsel kann ohne Informationsverlust erfolgen.
ERP-Integration und Systemkonnektivität
Verlässt man die rein fachliche Betrachtung einer Materialdaten-Kommunikationsplattform, rückt sehr schnell die technische Integration in die bestehende Systemlandschaft eines Unternehmens in den Mittelpunkt. Insbesondere die Anbindung an vorhandene ERP-Systeme stellt für viele Unternehmen eine der wichtigsten Anforderungen bei der Auswahl einer geeigneten Lösung dar.
Gerade große internationale Softwareanbieter argumentieren häufig damit, aufgrund ihrer Unternehmensgröße und ihrer internationalen Präsenz grundsätzlich in der Lage zu sein, ihre Systeme an nahezu jede ERP-Landschaft anzubinden. Rein technisch ist diese Aussage grundsätzlich zutreffend. In der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch oftmals ein anderes Bild.
Die eigentliche Herausforderung besteht nicht darin, standardisierte Schnittstellen bereitzustellen, sondern darin, diese flexibel an die individuellen Prozesse und Systemlandschaften der jeweiligen Unternehmen anzupassen. Jedes ERP-System verfügt über eigene Strukturen, Datenmodelle und unternehmensspezifische Anpassungen. Eine erfolgreiche Integration setzt deshalb eine hohe Bereitschaft voraus, sich intensiv mit den jeweiligen Kundenanforderungen auseinanderzusetzen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.
Genau an dieser Stelle zeigen sich in der Praxis häufig Schwächen großer Systemhäuser. Obwohl die technische Leistungsfähigkeit grundsätzlich vorhanden ist, fehlt oftmals die notwendige Flexibilität, individuelle Schnittstellenlösungen effizient umzusetzen und dauerhaft zu betreuen. Rückmeldungen aus dem Markt zeigen immer wieder, dass Integrationsprojekte erheblich länger dauern als ursprünglich geplant, personell nur unzureichend begleitet werden und die notwendige Servicebereitschaft während der Implementierungsphase häufig nicht den Erwartungen der Kunden entspricht.
Die Folge sind langwierige Einführungsprojekte, bei denen dringend benötigte Schnittstellen über Monate oder sogar Jahre hinweg nicht produktiv genutzt werden können. Dadurch verzögert sich gleichzeitig die Einführung eines rechtssicheren Material-Compliance-Prozesses und damit auch die Absicherung des Unternehmens gegenüber gesetzlichen Anforderungen und potenziellen Haftungsrisiken.
Nicht selten entsteht dabei der Eindruck, dass individuelle Integrationsprojekte für große Softwareanbieter wirtschaftlich nur eine untergeordnete Rolle spielen. Während skalierbare Lizenzmodelle im Vordergrund stehen, erhalten kundenspezifische Schnittstellenprojekte häufig nicht die notwendige Priorität. Für Unternehmen, die auf eine funktionierende Integration ihrer ERP-Systeme angewiesen sind, kann dies erhebliche organisatorische und wirtschaftliche Nachteile mit sich bringen.
Aus diesem Grund sollte bei der Auswahl einer Materialdaten-Kommunikationsplattform nicht allein bewertet werden, ob Schnittstellen grundsätzlich verfügbar sind. Entscheidend ist vielmehr, ob der Anbieter bereit und in der Lage ist, diese gemeinsam mit dem Kunden individuell zu entwickeln, zuverlässig zu implementieren und langfristig zu betreuen, wie es tec4U-Solutions in den Kundenprojekten lebt. Erst dann wird die technische Konnektivität zu einem echten Mehrwert und nicht zu einem Risiko für den Projekterfolg.
Service, Beratung und Schulung – der entscheidende Erfolgsfaktor
Material Compliance ist von Natur aus ein komplexes und zugleich hochspezialisiertes Themengebiet. Die fachlichen Anforderungen, die Vielzahl nationaler und internationaler Regelwerke sowie deren kontinuierliche Weiterentwicklung stellen Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Diese Komplexität spiegelt sich zwangsläufig auch in einer Materialdaten-Kommunikationsplattform und den damit verbundenen Prozessen wider.
Die erfolgreiche Einführung einer solchen Software hängt deshalb nicht ausschließlich von deren technischen Leistungsfähigkeit ab. Ebenso entscheidend ist, dass die Anwender über das notwendige Fachwissen verfügen, um die Plattform rechtssicher und effizient einzusetzen. Eine moderne Software kann ihre Stärken nur dann vollständig entfalten, wenn die Nutzer die zugrunde liegenden gesetzlichen Anforderungen, die Systemlogik und die daraus resultierenden Arbeitsprozesse verstehen.
Ein anschaulicher Vergleich verdeutlicht diesen Zusammenhang: Ein hochmodernes Fahrzeug allein macht noch keinen sicheren Verkehrsteilnehmer. Der Fahrer muss ebenso die Verkehrsregeln kennen und wissen, wie das Fahrzeug sicher zu bedienen ist. Gleiches gilt für eine Materialdaten-Kommunikationsplattform. Ohne fundiertes Fachwissen besteht die Gefahr, dass selbst leistungsfähige Systeme nicht ihr volles Potenzial entfalten und rechtliche Risiken unentdeckt bleiben.
Gerade in diesem Bereich zeigt sich am Markt ein sehr heterogenes Bild. Viele Anbieter – insbesondere große internationale Softwarehäuser – konzentrieren sich in erster Linie auf den Vertrieb ihrer Softwarelizenzen. Nach der Implementierung wird der Kunde häufig weitgehend sich selbst überlassen. Die Verantwortung für die fachliche Einführung, die Schulung der Mitarbeitenden sowie die kontinuierliche Optimierung der Prozesse liegt dann nahezu ausschließlich beim Unternehmen.
Dieses Vorgehen greift jedoch zu kurz. Material Compliance ist kein rein technisches Softwarethema, sondern ein interdisziplinärer Fachbereich, der rechtliches, technisches und organisatorisches Know-how miteinander verbindet. Deshalb muss ein leistungsfähiger Plattformanbieter seine Kunden weit über die reine Softwarebereitstellung hinaus begleiten. Hierzu gehören qualifizierte Schulungen, am besten Zertifikatsschulungen, fachliche Beratung sowie die kontinuierliche Unterstützung bei der Integration der Material-Compliance-Prozesse in die bestehende Unternehmensorganisation – ein Full-Service-Paket wie es tec4U-Solutions seit Jahren erfolgreich am Mart etabliert hat.
Ebenso wichtig ist die Begleitung des eigentlichen Kommunikationsprozesses mit den Lieferanten. Unternehmen benötigen Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Regelwerke, der Einführung neuer Prozesse sowie bei der kontinuierlichen Optimierung ihrer Materialdatenkommunikation. Nur wenn Software, Beratung und Fachkompetenz ineinandergreifen, entsteht ein nachhaltiger Mehrwert.
Auch in diesem Bereich unterscheiden sich die Anbieter erheblich. Nur wenige Unternehmen bieten ihren Kunden eine kontinuierliche Prozessberatung, bilden Material-Compliance-Beauftragte oder Fachkräfte aus oder begleiten ihre Kunden langfristig bei der praktischen Umsetzung der regulatorischen Anforderungen. Häufig endet die Unterstützung bereits nach der technischen Einführung des Systems. Nicht so bei DataCross.
Für einen verantwortungsvollen Systemanbieter endet die Verantwortung nämlich nicht mit der Bereitstellung der Software. Vielmehr versteht er sich als aktiver Bestandteil des gesamten Material-Compliance-Prozesses. Auch wenn dieser nicht unmittelbar in die operative Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant eingebunden ist, sieht er sich mitverantwortlich für die Qualität und den Erfolg des Gesamtergebnisses. Darin liegt das Selbstverständnis von tec4U-Solutions.
Ein besonderes Augenmerk ist hierbei auf den erweiterten Service des Systemanbieters zu richten, welcher beispielsweise in regelmäßigen Abständen die Kundenmandanten kontrolliert. Dabei analysieren er unter anderem, ob neue Regelwerke rechtzeitig angefragt wurden, aktuelle Stücklisten im System hinterlegt sind und wie sich der Kommunikationserfolg mit den Lieferanten entwickelt. Diese Auswertungen dienen nicht der Kontrolle des Kunden, sondern der frühzeitigen Identifikation von Optimierungs- und Schulungsbedarf.
Werden Verbesserungspotenziale erkannt, wird der Kunde gezielt durch individuelle Beratungsleistungen und Schulungsangebote unterstützt. In vielen Fällen erfolgen diese Schulungen sogar kostenfrei, – dem Gedanken folgend, dass ein erfolgreiches Material-Compliance-System nur dann entstehen kann, wenn auch die Anwender dauerhaft über das notwendige Fachwissen verfügen.
Fazit – Software allein ist keine Lösung
Damit kommen wir zum entscheidenden Punkt.
Eine ganzheitliche Material-Compliance-Kommunikationsplattform entfaltet ihren vollen Nutzen nur dann, wenn sie Bestandteil eines ebenso ganzheitlichen Lösungsansatzes – wie bei tec4U-Solutions – ist. Dies setzt voraus, dass sowohl die Software selbst als auch der über sie gesteuerte Kommunikationsprozess einem partnerschaftlichen Ansatz folgen. Nicht nur die technische Funktionalität der Plattform, sondern auch die Art und Weise, wie Lieferanten angesprochen und in den Kommunikationsprozess eingebunden werden, entscheidet maßgeblich über die Qualität und Vollständigkeit der erhobenen Materialdaten.
Gleichzeitig muss die Software den komplexen rechtlichen Anforderungen sowie den vielfältigen branchenspezifischen Rahmenbedingungen gerecht werden. Nur wenn aktuelle gesetzliche Vorgaben, anerkannte technische Standards und praxisgerechte Kommunikationsprozesse gleichermaßen berücksichtigt werden, kann die Plattform die Rechtsposition des Unternehmens nachhaltig stärken und Haftungsrisiken wirksam reduzieren.
Die Größe eines Softwareanbieters oder dessen internationale Marktpräsenz stellen in diesem Zusammenhang keineswegs automatisch einen Vorteil dar. Häufig ist Material Compliance innerhalb großer Softwarekonzerne lediglich ein Nischenprodukt, während der eigentliche Unternehmensschwerpunkt auf dem Vertrieb standardisierter Softwarelizenzen liegt. Die für eine erfolgreiche Materialdatenkommunikation erforderliche fachliche Spezialisierung, individuelle Betreuung und kontinuierliche Weiterentwicklung treten dadurch nicht selten in den Hintergrund.
Material Compliance erfordert jedoch einen ganzheitlichen Lösungsansatz. Die Software bildet dabei zweifellos das technologische Fundament, sie allein kann den Erfolg jedoch nicht sicherstellen. Ebenso entscheidend ist die individuelle Ausgestaltung der Kommunikationsprozesse, die fachliche Begleitung der Unternehmen sowie die partnerschaftliche Einbindung der Lieferanten. Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ermöglicht es, qualitativ hochwertige, belastbare und rechtskonforme Materialdaten zu erheben, ohne die Lieferanten durch unnötig komplexe oder einseitig ausgerichtete Prozesse zu belasten. Genau hierin liegt die Grundlage für eine nachhaltige und erfolgreiche Material-Compliance-Kommunikation wie sie tec4U-Solutions mit DataCross bietet.

Stefan Nieser, M.Eng., Dipl-Ing. (FH)
Stefan Nieser ist Geschäftsführer der tec4U-Solutions GmbH, einem Anbieter von digitalen Nachhaltigkeitslösungen. Seit 1992 unterstützt der Ingenieur Industrie und Handel als Experte bei der Umsetzung von Material Compliance Vorgaben und Kreislaufwirtschaft. Seine Spezialgebiete sind die Prozess- und Entwicklungsberatung sowie Compliance-Prüfungen. Er ist QM-, Gefahrgut- und Umweltbeauftragter, ehemaliger Lehrbeauftragter für Prozessdesign und Vertrieb an der HTW des Saarlandes, gefragter Referent und publiziert zahlreiche Fachbeiträge in Branchenmagazinen.






